Dorothee
Bierhoff-Alfermann: "Androgynie. Möglichkeiten und Grenzen
der Geschlechterrollen."
Westdeutscher Verlag, Opladen 1989, 212 S. pb, ISBN 3-531-11861-7
Dorothee
Bierhoff-Alfermann beschreibt in ihrem Buch das theoretische Gesellschaftsmodell
androgyner Individuen. Dabei sollen die für unseren Kulturkreis
üblichen typischen männlichen und weiblichen Verhaltensmuster
reformiert werden, da die bipolare (männlich – weiblich) Typisierung
der Einzelnen zu einer Einschränkung der Verhaltensfreiheit führe.
Die Autorin beschäftigt sich neben diesen theoretischen Ansätzen
mit verschiedenen "Messinstrumenten", um Rollenverhalten und
Auswirkungen auf die Menschen festzustellen. Sie widmet sich auch der
Frage, inwieweit die Aufhebung der Geschlechterrollen in unserem Kulturkreis
realistisch umsetzbar ist.
Insgesamt bringt die Lektüre dieser Abhandlung durchaus interessante
Aspekte. Allerdings sind die Überlegungen philosophischer Natur
und bieten für den Alltag wenig Umsetzbares. Wenn man dazu berücksichtigt,
dass das Buch mit 212 Seiten nicht gerade unterhaltenden Wert hat, fällt
es teilweise schwer, sich durch ausführlich theoretisierende Passagen
zu lesen.
Für Vielleser, Theoretiker und Philosophen empfehlenswert.
Sandra
5.10.99 © VIVA TS Selbsthilfe