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Es ist soweit!

Einige Tips für´s Krankenhaus.

(Diese Tips wurde im Rückblick auf eine Operation bei Frau Dr. Spehr geschrieben. Da es doch mehrere Operateure gibt, die nach der Spehr-Methode operieren oder einen weichen Stent verwenden, sind diese Tips sicher bei anderen Operateuren nützlich. Sarah)

 

  • Falls vor der Operation eine Darmentleerung notwendig ist - ein bis zwei Tage vorher nur Leichtverdauliches mit wenigen Ballaststoffen essen, so kann man die Menge des erforderlichen Abführmittels wesentlich reduzieren.

  • Manche Operateure möchten, daß man vor der OP abnimmt. Das ist gut so, aber bitte nicht auf den letzten Drücker. Die letzten Tage normal essen. Das ist einerseits wichtig, um gute Blutwerte zu bekommen, bei eventuell auftretenden Komplikationen (z.B. Darmverletzung) kann es aber auch sein, daß man nach der OP mehr als eine Woche nichts zum Essen bekommt. Wer da vorher schon gehungert hat, ist schnell mit den Kräften (und Nerven) am Ende.

  • Streß und Hektik vor der OP vermeiden.

  • Zeitig vorher zum Rauchen aufhören, nicht nur wegen der besseren Wundheilung. Das Abhusten des Schleims beginnt meist 2-3 Wochen nach dem Rauchstop - und Husten tut nach der OP im Bauch ziemlich weh!

  • Persönlichen Utensilien wie Adressbuch und Postkarten mit Briefmarken, um alle Mitmenschen an dem freudigen Ereignis teilhaben zu lassen.

  • Was in der Klinik bar zu bezahlen ist, läßt sich vorab klären: Darunter fallen z.B. Telefon, Fernsehbenutzung, die pauschale Tageszuzahlung.und kleine Einkäufe im Kiosk.

  • Wichtig ist ein Handspiegel, um das Operationsergebnis zu sehen. Kurz nach der Operation läßt die Beweglichkeit noch etwas zu wünschen übrig, sodaß so ein Hilfsmittel nützlich ist. Um sich selbst zu versorgen, ist ein Kosmetik-Standspiegel zu empfehlen. Dieser sollte auf dem Bett aufgestellt werden können – die beiden Hände hat man oder frau dann für die Handhabungen im Intimbereich frei.

  • Sitzen auf dem Stent ist verboten. Auch wenn es sich bei vielen Mann-zu-Frau Transsexuellen schon herumgesprochen hat, hier nocheinmal: es kann dadurch die Haut in der neuen Scheide partiell absterben, was nicht sehr angenehm ist. Wenn Du sitzen willst: Stent vorher rausnehmen!

  • Laßt euch beim Umgang mit dem Stent nicht aus der Ruhe bringen. Es erfordert anfangs etwas Geduld und Übung, wenn das Einführen im Stehen nicht klappt - bei vielen Patientinnen geht es im Liegen besser!

  • Gepäck richtig aussuchen: Wichtig ist Unterwäsche in ausreichender Zahl, lange T-Shirts und ein Morgenmantel. Oberbekleidung steht nicht an erster Stelle, da man normalerweise die Klinik nicht sehr oft verläßt.

  • Gepäck minimieren: Es hat sich gezeigt, daß die meisten Patienten zuviele Dinge mit in die Klinik mitnehmen, die nach der Entlassung wieder nach Hause transportiert werden müssen. Insbesonders Bücher sollten mit Bedacht ausgewählt werden, da sie einerseits recht schwer sind und man erfahrungsgemäß in der Klinik andere Dinge zu tun hat, als in dicken Wälzern zu schmökern. Selbst Leseratten schaffen während des Klinikaufenthalts meist nur ein Buch!

  • Eine kleine Aufmerksamkeit und ab und zu ein netter Plausch mit den betreuenden Schwestern und Pfleger macht sich sehr gut. Viele Patienten meinen,, die Betreuung sei ja im Pflegesatz enthalten, aber man kann sich für einen angenehmen Klinikaufenthalt mit einer Kleinigkeit erkenntlich zeigen – zur Not tut’s ein Päckchen Gummibärchen mit ein paar lieben Worten. So könnt auch Ihr von dem guten Eindruck profitieren, den Eure Vorgänger beim Personal (hoffentlich) hinterlassen haben.

  • Wenn Ihr im Raum München ins Krankenhaus kommt, sagt uns vorher rechtzeitig Bescheid, wir besuchen Euch gerne (und erledigen auch gerne mal eine kleine Besorgung).

Karin & Lea

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27.10.2000 © VIVA TS Selbsthilfe
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