Gehirnakrobatik
Szenen
einer Ehe
Ich bin verheiratet. Ich liebe meine Frau. Meine Frau
ist sexuell frustriert. Sie glaubt ich finde sie nicht mehr attraktiv,
weil ich so selten mit ihr schlafe. Aber heute ist es wieder so weit,
ich muß ran, denn ich will nicht, daß sie unglücklich
ist.
Leider stehe ich mit meinem Körper auf Kriegsfuß.
Da sind einige Regionen nicht so, wie ich es eigentlich empfinde. Es
gibt Gebiete, die entwickeln ein schreckliches Eigenleben. Doch wenn´s
drauf ankommt ist nichts mit Eigenleben, er will einfach nicht.
Ich habe mit meiner Frau schon oft darüber gesprochen,
aber irgendwie sucht sie eine Schuld. Und zwar bei sich!
Also muß Abhilfe geschaffen werden. Ich habe
dazu meine Methode entwickelt. Ich krame im Kopf meinen persönlichen
Film hervor. Den Film.
Die
Hauptdarstellerin in meinem Film bin natürlich ich, eine schöne
Frau mit allen weiblichen Attributen. Alle anderen Rollen sind nebensächlich.
Ob Mann ob Frau - egal. Ich tausche Zärtlichkeiten mit meinem Gegenüber
aus und er liebkost mich. Er spielt mit meinen Brüsten und stimuliert
meine Klitoris. Mein Körper bebt vor Erregung. Auch mein Gegenüber
bebt. Gleich ist es so weit. Aber ich will noch nicht, es ist gerade
so schön.
Ich halte den Film an. Im Bett liegt plötzlich
er - mit einer Errektion und meiner Frau. Ich kühle schlagartig
ab. Die Errektion schwindet. Also Film weiter. Stop and Go bis zum Höhepunkt.
Alles völlig unter Kontrolle.
Es ist vorbei. Ich fühle mich absolut miserabel.
Schon wieder habe ich meine Frau - und auch mich - betrogen, belogen.
Sie räkelt sich neben mir und flüstert mir ins Ohr, daß
ich der zärtlichste Mann sei, der ihr je begegnet ist.
Ich fühle mich scheiße.
Aber ich kann den Film jetzt wieder für einige
Wochen wegpacken. Die Vorführung strengt an, sie zermürbt
mich. Ich muß etwas unternehmen. Ich muß mit meiner Frau
wieder sprechen, versuchen ihr meine Gefühle und Gedanken zu erklären
- eine Lösung für mich und auch für uns finden.
Doch sie kann mich nicht verstehen. "Es war doch
alles so schön. Ich war gut im Bett und hatte doch auch meinen
Spaß." - Sagt sie.
Ich brauche eine Pause, ziehe mich zurück.
Meine Frau wird sexuell frustriert, weil sie glaubt,
sie macht etwas falsch und ich finde sie nicht mehr attraktiv, denn
ich schlafe so selten mit ihr...........
R.
Site by Sarah
15.12.1999 © VIVA TS Selbsthilfe